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Bestattungsarten in Deutschland

7. Januar 2026 // 

Formen, Unterschiede und Möglichkeiten der individuellen Grabgestaltung

Dieser Beitrag bietet eine aktuelle, klar strukturierte Orientierung über alle wichtigen Bestattungsarten in Deutschland. Neben klassischen Formen wie Erd- und Feuerbestattung betrachten wir moderne Alternativen wie die Waldbestattung, Seebestattung, Reerdigung oder die Diamant-Bestattung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, bei welchen Bestattungsarten Grabsteine, Stelen oder Urnen-Monumente möglich sind und welche Rolle ein fester Gedenkort heute spielt. Die Inhalte sind für Angehörige gedacht, die eine Entscheidung vorbereiten möchten – und für alle, die einen Überblick über die heutigen Möglichkeiten suchen.

Welche Bestattungsarten sind in Deutschland erlaubt?

Deutschland erlaubt verschiedene Formen der Beisetzung. Sie unterscheiden sich in Ablauf, rechtlichen Rahmenbedingungen, Kosten und Möglichkeiten des Gedenkens. Die wichtigsten sind:

  • Erdbestattung
  • Feuerbestattung (inkl. Urnengrab, Kolumbarium, Gemeinschaftsanlage)
  • Seebestattung
  • Waldbestattung
  • Luftbestattung (mit Einschränkungen)
  • Diamant-Bestattung
  • Reerdigung (neue, ökologische Methode)
  • Körperwelten-Bestattung (Sonderfall)

Diese Vielfalt hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Gründe sind unter anderem veränderte Lebensstile, Kostenfaktoren, der Wunsch nach naturnahen Alternativen und der Trend zu Grabstätten mit geringem Pflegeaufwand.

Die wichtigsten Formen der Beisetzung

Mehrere Urnen werden in einer gemeinschaftlich gestalteten Fläche beigesetzt. Ein zentrales Denkmal oder eine Stele dient als gemeinsamer Gedenkort.

Seebestattung
Die Urne wird nach der Einäscherung in einer wasserlöslichen Form in Nord- oder Ostsee beigesetzt. Ein persönlicher Ort an Land entsteht dabei nicht. Häufig gibt es jedoch zentrale Gedenktafeln oder jährliche Gedenkfahrten.

Waldbestattung / Baumbestattung
Die Urne wird in einem Bestattungswald am Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Grabsteine sind nicht vorgesehen, um die natürliche Umgebung zu bewahren.

Anonyme Bestattung
Die Beisetzung erfolgt ohne sichtbares Grabzeichen. Die genaue Lage bleibt meist unbekannt. Ein individueller Gedenkort entsteht hierbei nicht.

Aus einem kleinen Teil der Asche wird ein Erinnerungsdiamant hergestellt. Diese Form ermöglicht eine sehr persönliche Art des Gedenkens, jedoch keinen klassischen Grabort.

Reerdigung
Eine neuere, umweltfreundliche Form der Bestattung, bei der der Körper in einem speziellen Verfahren innerhalb weniger Wochen zu Humus wird. Die Beisetzung erfolgt anschließend auf einem Friedhof.

Körperwelten-Bestattung
Eine besondere Form, bei der der Körper für wissenschaftliche oder didaktische Zwecke plastiniert wird. Sie ist selten und setzt eine ausdrückliche Zustimmung zu Lebzeiten voraus.

Moderne Trends und Entwicklungen in der Bestattungskultur

Die deutsche Bestattungskultur befindet sich im Wandel. Die Erdbestattung verliert an Bedeutung, die Feuerbestattung gewinnt weiter an Marktanteilen. Neue Formen wie die Waldbestattung oder die Reerdigung spiegeln gesellschaftliche Werte wie Nachhaltigkeit und Naturverbundenheit wider.

Weitere Entwicklungen:

  • Zunahme pflegefreier oder pflegeleichter Grabstätten
  • höhere Nachfrage nach flexiblen Gedenkformen
  • Rückgang klassischer Familiengräber
  • zentrale Gedenkorte statt einzelner Grabstellen
  • Kolumbarien als platzsparende Lösung in Städten

Was beeinflusst die persönliche Entscheidung?

Die Wahl einer Bestattungsart ist immer eine individuelle Entscheidung. Oft spielen mehrere Aspekte eine Rolle:

  • Wünsche des Verstorbenen
  • religiöse oder familiäre Traditionen
  • Bedeutung eines festen, verlässlichen Gedenkortes
  • Aufwand der späteren Grabpflege
  • Budget
  • Naturverbundenheit oder Wunsch nach alternativen Formen
  • Vorgaben der jeweiligen Friedhofssatzung

Viele Angehörige entscheiden sich für eine Form, die sowohl dem Leben des Verstorbenen gerecht wird als auch ihnen selbst einen Ort der Ruhe und Besinnung ermöglicht.

Orientierungshilfe für Angehörige

Erdbestattungen im Wahlgrab oder Familiengrab bieten Raum für eine gemeinsame Ruhestätte über Generationen hinweg. Sie verbinden Erinnerungen und setzen familiäre Werte fort.

Wenn die Entscheidung zurückhaltend und schlicht bleiben soll
Anonyme Bestattungen oder Urnenbeisetzungen in Gemeinschaftsanlagen ermöglichen einen würdevollen Abschied ohne individuelle Grabgestaltung. Sie sind geeignet, wenn eine sehr dezente Form des Gedenkens gewünscht ist.

Wenn eine sehr persönliche Form des Erinnerns gesucht wird
Die Diamant-Bestattung bietet eine individuelle Möglichkeit, einen Teil der Erinnerung im Alltag bei sich zu tragen. Sie eignet sich für Angehörige, die eine symbolische Form außerhalb des Friedhofs bevorzugen.

Die Reerdigung gilt als besonders ressourcenschonende Bestattungsform. Sie ist geeignet, wenn ein möglichst naturnaher und ökologischer Ansatz gewünscht wird.

Wenn Flexibilität in der Gestaltung wichtig ist
Urnengräber und Wahlgräber erlauben eine individuelle Formgebung. Sie bieten Raum für persönliche Grabsteine, Stelen oder kleine Monumente und eignen sich für Familien, die die Grabgestaltung aktiv mitprägen möchten.

Wenn die Trauer eher still und zurückgezogen verarbeitet wird
Waldbestattungen, Seebestattungen und anonyme Varianten schaffen einen unaufdringlichen Rahmen, der Rückzug ermöglicht. Diese Formen werden häufig gewählt, wenn eine stille und naturverbundene Art des Abschieds im Vordergrund steht.

Erdbestattung – die klassische Form mit einem dauerhaften Grabzeichen

Die Erdbestattung gehört seit Generationen zu den vertrautesten Bestattungsarten. Die Beisetzung erfolgt im Sarg auf einem Friedhof. Diese Bestattungsform ermöglicht in der Regel eine individuelle Gestaltung des Grabes mit einem Grabstein oder einer Stele.

Reihengrab

Ein Einzelgrab, das der Reihe nach vergeben wird. Die Lage kann nicht frei gewählt werden. Die Ruhezeit beträgt meist 15-30 Jahre.

Wahlgrab

Hier können Lage, Größe und Form des Grabes bestimmt werden. Das Wahlgrab wird oft als Familiengrab genutzt und bietet viel Raum für individuelle Gestaltung – sowohl der Grabstätte als auch des Grabmals.

Anonyme Erdbestattung

Die Beisetzung erfolgt ohne sichtbare Grabkennzeichnung. Ein individueller Gedenkort entsteht hierbei nicht.

Feuerbestattung – vielfältige Formen der Urnenbeisetzung

Nach der Einäscherung wird die Asche in einer Urne beigesetzt. Diese Form wird heute in den meisten Regionen bevorzugt, da sie verschiedene Beisetzungsarten ermöglicht.

Urnengrab

Ein klassisches Grab für eine Urne. Es bietet die Möglichkeit eines kleinen Grabsteins oder einer Platte.

Gemeinschaftsanlagen

Urnen werden in einer eigens gestalteten Fläche beigesetzt. Statt einzelner Grabsteine gibt es häufig ein gemeinsames Denkmal. Die Namen werden auf Tafeln oder Stelen vermerkt.

Kolumbarium

Urnen werden in geschützten Nischen einer Urnenwand untergebracht. Die Gedenkplatten können individuell gestaltet sein und bieten einen festen, pflegefreien Ort der Erinnerung.

Weitere Möglichkeiten nach der Einäscherung

Die Urne wird am Wurzelbereich eines Baumes in einem ausgewiesenen Bestattungswald beigesetzt. Grabsteine sind nicht vorgesehen.

Ein kleiner Teil der Asche wird zu einem Erinnerungsdiamanten verarbeitet.

Die Asche wird aus einem Luftfahrzeug verstreut. In Deutschland nur mit Genehmigung möglich.

Ein neuer ökologischer Ansatz, bei dem der Körper auf natürlichem Weg in wenigen Wochen zu Humus wird.

Plastination für wissenschaftliche Zwecke. Nur mit ausdrücklicher Zustimmung möglich.

Gestaltung des Gedenkortes – Grabsteine, Stelen und Urnen-Monumente

Ein Grabmal ist mehr als ein Kennzeichen. Es ist ein Ort, der das Leben eines Menschen sichtbar macht und den Angehörigen einen Platz der Erinnerung gibt.

Für die Gestaltung stehen verschiedene Materialien zur Verfügung – darunter Granit, Marmor, Sandstein oder Metall. Die Formen reichen von klassischen Grabsteinen über Stelen bis zu modernen Urnen-Monumenten. Welche Gestaltung möglich ist, hängt von der gewählten Bestattungsart und den jeweiligen Friedhofsvorschriften ab.

  • große, individuell gestaltete Grabsteine bei Wahlgräbern
  • kleinere Steine und Platten bei Urnengräbern
  • Gedenkplatten in Kolumbarien
  • dezente Plaketten bei Waldbestattungen

Ein Ort des Gedenkens – warum er vielen Angehörigen wichtig ist

In der Begleitung von Familien erleben wir häufig, dass der Wunsch nach einem verlässlichen Ort der Erinnerung erst mit der Zeit deutlich wird. Besonders in emotional herausfordernden Phasen bietet ein fester Platz auf dem Friedhof oder an einem speziellen Ort für das Gedenken den unverzichtbaren Halt.

Auch wenn moderne Bestattungsarten ohne klassisches Grab auskommen können, sollte dieser Aspekt in der Entscheidung berücksichtigt werden. Für viele Menschen ist ein klarer Ort des Gedenkens ein wesentlicher Teil der Trauerbewältigung.

Fazit

Die verschiedenen Bestattungsarten in Deutschland eröffnen viele Möglichkeiten, einem Menschen einen würdigen und persönlichen Abschied zu bereiten. Ebenso wichtig wie die Wahl der Bestattungsform ist die Frage, wie und wo ein Ort der Erinnerung entsteht.

Franke Naturstein begleitet Familien seit vielen Jahren bei der Gestaltung individueller Grabmale, Stelen und Urnen-Monumente und schafft Orte, die dem Leben eines geliebten Menschen Ausdruck verleihen.

FAQ zu Bestattungsarten

Erdbestattungen im Reihen- oder Wahlgrab, klassische Urnengräber, viele Kolumbarien und verschiedene Gemeinschaftsanlagen bieten die Möglichkeit eines individuellen Grabzeichens.

Waldbestattungen, Seebestattungen und die Reerdigung zählen zu den besonders naturnahen Formen.

In vielen Fällen ist das möglich. Die genauen Regelungen richten sich nach der jeweiligen Friedhofssatzung.

Einige Grabarten sind pflegeintensiver als andere. Pflegefreie Formen wie Kolumbarien oder Waldbestattungen werden daher zunehmend gewählt.