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Moderne alternative Bestattungsformen
Neben den traditionellen Bestattungsmöglichkeiten in einem Erd- oder Urnengrab stehen heute auf Friedhöfen weitere Alternativen zur Verfügung, die wir hier kurz vorstellen möchten: Gemeinschaftsgrab
Die Namen und Lebensdaten der hier Bestatteten stehen auf einem Grabmal oder einer Namenstafel auf der einzelnen Grabstätte. Die Einbindung einer künstlerischen Gestaltung, sowie von Kommunikationsplätzen und Sitzbänken bereichern den Trauerprozess. Gemeinschaftsgräber bieten heilsame Trauer am Grab durch vier Funktionen:
Die Ruhezeiten sind von Friedhof zu Friedhof unterschiedlich. Angehörige sollten sich auf jeden Fall bei der Friedhofsverwaltung erkundigen, was nach Ablauf der Ruhezeit mit der Urne bzw. der Asche der Verstorbenen gemacht wird. Die Beisetzung in einer Urnenwand entlastet zwar die Angehörigen von der Grabpflege, sie lässt aber auch kaum Trauerrituale zu – eine Erfahrung, die viele erst im Nachhinein machen und bedauern, dass sie z.B. Blumen und Kerzen nur irgendwo vor der Urnenwand abstellen können, wo sie keinen direkten Bezug zu den Verstorbenen haben. Die Kosten für die Nutzung einer Urnennische sind i.d.R. mit der Nutzung eines Urnengrabes gleich. Auskunft gibt die zuständige Friedhofsverwaltung. Anonyme Bestattung Eine anonyme Bestattung findet ohne jegliche Kennzeichnung der Grabstätte statt. Sie ist die kostengünstigste Art der Beisetzungsmöglichkeiten. Die Urne wird in einem großen Rasenfeld beigesetzt. Diese Beisetzungsart wird in Großstätten und insbesondere in Ostdeutschland sehr stark genutzt. Eine Verortung der Grabstätte ist für Angehörige nicht möglich. Meist werden auch eine große Anzahl von Urnen gesammelt, um diese dann aus Rationalisierungsgründen in einer Art Massenbegräbnis beizusetzen. Ein anonymes Begräbnis findet ohne Angehörige statt. Die Verbraucherinitiative aeternis rät hierzu: Was man bedenken sollte: Angehörige realisieren oft erst nach der Beisetzung das Fehlen einer persönlichen Grabstätte und damit die Möglichkeit, den Verstorbenen zu besuchen. Trauer lässt sich in der Regel einfacher bewältigen, wenn eine Grabstätte vorhanden ist. Menschen, die im Glauben handeln, etwas Gutes zu tun, wenn sie ihren Angehörigen durch Verfügen einer anonymen Bestattung eine aufwändige Grabpflege ersparen wollen, tragen oft bei den Hinterbliebenen zu einer problematischen Trauerbewältigung bei. Das Gutgemeinte wandelt sich ins Gegenteil, denn ein Grab dient vor allem den Hinterbliebenen und nicht dem Verstorbenen. Deshalb ist es sehr wichtig, Bestattungswünsche rechtzeitig und vor allem im Einvernehmen mit den Angehörigen festzulegen. So vorbereitet sind keine unangenehmen Überraschungen zu erwarten.
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